- Geboren
- 16. November 1895, Hanau · auf der Karte
- Gestorben
- 28. Dezember 1963, Frankfurt am Main · wer sonst 1963 starb
- Wirken
- Komponist klassischer Musik, Dirigent, Professor für Musikkomposition, Musikwissenschaftler
Lebensdaten, Orte, Berufe, Todesursache (P509) und Todesart (P1196) aus Wikidata (Q57244), gemeinfrei unter CC0.
Paul Hindemith
Paul Hindemith, deutscher Komponist der Moderne, wurde am 16. November 1895 in Hanau geboren und starb am 28. Dezember 1963 in Frankfurt am Main im Alter von 68 Jahren. Als Todesursache ist akute Pankreatitis verzeichnet. Den Tod selbst führt Wikidata als natürliche Todesursache.
In 55 Sprachausgaben der Wikipedia gibt es einen Artikel zu Paul Hindemith — nach diesem Maß Rang 462 im deutschsprachigen Raum, Rang 332 unter denen aus Deutschland, Rang 36 im Bereich Musik.
Paul Hindemith war ein deutscher Komponist der Moderne. In seiner frühen Schaffensperiode schockierte er das klassische Konzertpublikum mit provozierend neuartigen Klängen, was ihm den Ruf eines „Bürgerschrecks“ einbrachte. Während des Nationalsozialismus kam es zu einem Aufführungsverbot seiner Werke, auf das er schließlich mit Emigration reagierte, zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Unterdessen entwickelte sich seine Kompositionsweise hin zu einem neoklassizistisch geprägten Stil, der sich auf neue Weise mit klassischen Formen wie Sinfonie, Sonate und Fuge auseinandersetzte. Dabei distanzierte er sich vom romantischen Künstlerbild des allein durch Inspiration beflügelten Genies und betonte die Bedeutung der Beherrschung von kompositorischer Technik als unabdingbare Voraussetzung für den Komponisten. Die Betonung des Handwerklichen spiegelt sich auch in seinen theoretischen Schriften, insbesondere der Unterweisung im Tonsatz. Sein theoretisches System kann kurz als freie Tonalität beschrieben werden, die sich sowohl von der traditionellen Dur-Moll-Tonalität als auch von der zwölftönigen Atonalität Schönbergs abgrenzt. Er plädierte für „Gebrauchsmusik“ und sah es als Pflicht des Komponisten an, sich sozialen Herausforderungen zu stellen und nicht zum reinen Selbstzweck zu komponieren.
Leben
- Ausbildung
- Dr. Hoch’s Konservatorium
- Wirkte in
- Berlin · Zürich
- Sprachen
- Deutsch
- Religion
- Evangelische-lutherische Kirche
Werk
- Hauptwerke
- 2. Streichquartett · Symphony in B-flat for Banden · Der Schwanendreher · Musiques de concert de Hindemith
- Genre
- Oper · Sinfonie
- Instrumente
- Orgel · Bratsche · Violine
- Mitglied von
- American Academy of Arts and Letters · American Academy of Arts and Sciences · Bayerische Akademie der Schönen Künste · American Philosophical Society
Anerkennung
- Auszeichnungen
- Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste · Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (1951) · Balzan-Preis (1962) · Wihuri-Sibelius-Preis (1955) · Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main (1955) · Berliner Kunstpreis (1963) · Ehrendoktor der Freien Universität Berlin (1950) · Ehrendoktor der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt (1948) · Ehrendoktor der University of Oxford (1954) · Pour le Mérite · Honorary Member of the International Society for Contemporary Musicen
Umfeld
- Verheiratet mit
- Johanna Gertrud Hindemith
- Geschwister
- Rudolf Hindemith
- Lernte bei
- Adolf Rebner · Arnold Mendelssohn · Bernhard Sekles
- Schüler
- Lukas Foss · Graham George · Norman Dello Joio · Mel Powell · Yehudi Wyner · Harold Shapero · Hans Otte · Ruth Schönthal · George Roy Hill · Violet Archer · John Avison · Irwin Bazelon · Charles L. Bestor · Easley Blackwood · Martin Boykan
Tod
- Gestorben
- 28. Dezember 1963, Frankfurt am Main wer sonst 1963 starb
- Todesursache
- akute Pankreatitis
- Todesart
- natürliche Todesursache
- Sterbealter
- 68 Jahre— die Mitte dieser Epoche liegt bei 75
Der Vergleich läuft über die 353 Personen dieser Epoche im Bestand — das sind die weitest beschriebenen Menschen ihrer Zeit, keine Bevölkerung. Eine Sterbestatistik ist das ausdrücklich nicht.
Bekanntheit
- Sprachausgaben
- 55— Mitte der Epoche: 71
- Auch auf
- Baskisch
- In seiner Epoche
- Platz 233 von 353 (Zeit der Weltkriege)
- Artikel-Aufrufe
- 36.427 in zwölf Monaten (deutschsprachige Wikipedia)
Namen
- Pseudonym
- Paul Merano
Verzeichnet in
- Nachschlagewerke
- Große Sowjetische Enzyklopädie (1969–1978) · UbuWeb · BEIC Digital Library · Große Sowjetische Enzyklopädie (1926–1947) · Armenian Soviet Encyclopedia, vol. 6en · Brief Biographical Dictionary of Foreign Composersen · Dresdner Hefte
Wikidata-Eigenschaft P1343 („beschrieben in"). Die Liste sagt, wo die Person verzeichnet ist — nicht, worauf die Angaben dieser Seite beruhen.
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