Rangliste Deutschland Musik Zeit der Weltkriege

Porträt von Paul Hindemith
Wikimedia Commons, unbekannt, CC BY-SA 3.0
Gestorben
28. Dezember 1963, Frankfurt am Main · wer sonst 1963 starb
Wirken
Komponist klassischer Musik, Dirigent, Professor für Musikkomposition, Musikwissenschaftler

Lebensdaten, Orte, Berufe, Todesursache (P509) und Todesart (P1196) aus Wikidata (Q57244), gemeinfrei unter CC0.

Paul Hindemith

Paul Hindemith, deutscher Komponist der Moderne, wurde am 16. November 1895 in Hanau geboren und starb am 28. Dezember 1963 in Frankfurt am Main im Alter von 68 Jahren. Als Todesursache ist akute Pankreatitis verzeichnet. Den Tod selbst führt Wikidata als natürliche Todesursache.

In 55 Sprachausgaben der Wikipedia gibt es einen Artikel zu Paul Hindemith — nach diesem Maß Rang 462 im deutschsprachigen Raum, Rang 332 unter denen aus Deutschland, Rang 36 im Bereich Musik.

Paul Hindemith war ein deutscher Komponist der Moderne. In seiner frühen Schaffensperiode schockierte er das klassische Konzertpublikum mit provozierend neuartigen Klängen, was ihm den Ruf eines „Bürgerschrecks“ einbrachte. Während des Nationalsozialismus kam es zu einem Aufführungsverbot seiner Werke, auf das er schließlich mit Emigration reagierte, zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Unterdessen entwickelte sich seine Kompositionsweise hin zu einem neoklassizistisch geprägten Stil, der sich auf neue Weise mit klassischen Formen wie Sinfonie, Sonate und Fuge auseinandersetzte. Dabei distanzierte er sich vom romantischen Künstlerbild des allein durch Inspiration beflügelten Genies und betonte die Bedeutung der Beherrschung von kompositorischer Technik als unabdingbare Voraussetzung für den Komponisten. Die Betonung des Handwerklichen spiegelt sich auch in seinen theoretischen Schriften, insbesondere der Unterweisung im Tonsatz. Sein theoretisches System kann kurz als freie Tonalität beschrieben werden, die sich sowohl von der traditionellen Dur-Moll-Tonalität als auch von der zwölftönigen Atonalität Schönbergs abgrenzt. Er plädierte für „Gebrauchsmusik“ und sah es als Pflicht des Komponisten an, sich sozialen Herausforderungen zu stellen und nicht zum reinen Selbstzweck zu komponieren.
Aus der deutschsprachigen Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Leben

Ausbildung
Dr. Hoch’s Konservatorium
Wirkte in
Berlin · Zürich
Sprachen
Deutsch
Religion
Evangelische-lutherische Kirche

Werk

Hauptwerke
2. Streichquartett · Symphony in B-flat for Banden · Der Schwanendreher · Musiques de concert de Hindemith
Genre
Oper · Sinfonie
Instrumente
Orgel · Bratsche · Violine
Mitglied von
American Academy of Arts and Letters · American Academy of Arts and Sciences · Bayerische Akademie der Schönen Künste · American Philosophical Society

Anerkennung

Auszeichnungen
Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste · Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (1951) · Balzan-Preis (1962) · Wihuri-Sibelius-Preis (1955) · Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main (1955) · Berliner Kunstpreis (1963) · Ehrendoktor der Freien Universität Berlin (1950) · Ehrendoktor der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt (1948) · Ehrendoktor der University of Oxford (1954) · Pour le Mérite · Honorary Member of the International Society for Contemporary Musicen

Umfeld

Verheiratet mit
Johanna Gertrud Hindemith
Geschwister
Rudolf Hindemith
Lernte bei
Adolf Rebner · Arnold Mendelssohn · Bernhard Sekles
Schüler
Lukas Foss · Graham George · Norman Dello Joio · Mel Powell · Yehudi Wyner · Harold Shapero · Hans Otte · Ruth Schönthal · George Roy Hill · Violet Archer · John Avison · Irwin Bazelon · Charles L. Bestor · Easley Blackwood · Martin Boykan

Tod

Gestorben
28. Dezember 1963, Frankfurt am Main wer sonst 1963 starb
Todesursache
akute Pankreatitis
Sterbealter
68 Jahre— die Mitte dieser Epoche liegt bei 75

Der Vergleich läuft über die 353 Personen dieser Epoche im Bestand — das sind die weitest beschriebenen Menschen ihrer Zeit, keine Bevölkerung. Eine Sterbestatistik ist das ausdrücklich nicht.

Bekanntheit

Sprachausgaben
55— Mitte der Epoche: 71
Auch auf
Baskisch
In seiner Epoche
Platz 233 von 353 (Zeit der Weltkriege)
Artikel-Aufrufe
36.427 in zwölf Monaten (deutschsprachige Wikipedia)

Namen

Pseudonym
Paul Merano

Verzeichnet in

Nachschlagewerke
Große Sowjetische Enzyklopädie (1969–1978) · UbuWeb · BEIC Digital Library · Große Sowjetische Enzyklopädie (1926–1947) · Armenian Soviet Encyclopedia, vol. 6en · Brief Biographical Dictionary of Foreign Composersen · Dresdner Hefte

Wikidata-Eigenschaft P1343 („beschrieben in"). Die Liste sagt, wo die Person verzeichnet ist — nicht, worauf die Angaben dieser Seite beruhen.

Wie sicher ist das?

  • 2 Angaben tragen in Wikidata kein deutsches Label und stehen deshalb englisch da (mit „en" gekennzeichnet) — übersetzt wird hier nichts.
  • Diese Seite zeigt, was Wikidata strukturiert führt. Was nur im Fliesstext der Wikipedia steht, steht hier nicht.

Zeitgenossen

Daten: Wikidata (CC0) und Pantheon 2.0 (CC BY) · Kurzbiografien: Wikipedia (CC BY-SA 4.0, je Person beim Artikel verlinkt) · Porträts: Wikimedia Commons — Bildnachweise · Weltkarte: Natural Earth (Public Domain) · Datenstand 2026-08-15

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