Rangliste Deutschland Politik & Herrschaft Das lange 19. Jahrhundert

Porträt von Wilhelm I.
Wikimedia Commons, Wilhelm Kuntzemüller, Public domain
Geboren
22. März 1797, Berlin · auf der Karte
Gestorben
9. März 1888, Berlin
Wirken
Monarch, Politiker

Lebensdaten, Orte, Berufe und Todesursache aus Wikidata (Q150652), gemeinfrei unter CC0.

Wilhelm I.

Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen (1861/1871–1888), wurde am 22. März 1797 in Berlin geboren und starb am 9. März 1888 in Berlin im Alter von 90 Jahren.

In 84 Sprachausgaben der Wikipedia gibt es einen Artikel zu Wilhelm I. — nach diesem Maß Rang 131 im deutschsprachigen Raum, Rang 92 unter denen aus Deutschland, Rang 23 im Bereich Politik & Herrschaft.

Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser. Als zweitgeborener Sohn Friedrich Wilhelms III. wurde er zunächst nicht auf die Aufgaben eines Monarchen vorbereitet, sondern schlug eine militärische Laufbahn ein. Infolge des Dekabristenaufstandes 1825 in Russland und der Julirevolution von 1830 in Frankreich entwickelte Wilhelm eine ausgeprägte Revolutionsfurcht. Da sein älterer Bruder König Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, avancierte Wilhelm zum Thronfolger. Die Öffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Militärpartei am preußischen Hof wahr. Wilhelms Haltung während der Märzrevolution 1848 ist in der Forschung umstritten. Der Prinz wird von Historikern aber meist als Befürworter eines gewaltsamen Vorgehens gegen die Demonstranten angesehen. 1849 ließ er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein mögliches politisches Instrument für Preußens Krone.

Kurzbiografie aus der deutschsprachigen Wikipedia (CC BY-SA 4.0) · 261.099 Artikel-Aufrufe in 12 Monaten

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